Am 28.Juni habe ich hier einen Brief gepostet, den meine Frau und ich an die Bundesstagsabgeordneten von FDP und CDU der Karlsruher Wahlkreise geschickt haben. Während MdB Wellenreuther geantwortet hat (ebenfalls in FB dokumentiert), kam von den Kollegen Axel E. Fischer und Heinz Golombeck keine Reaktion. Heute haben wir bei den beiden Herren nochmals nachgehakt:
Betreff: Laufzeiten von Atomkraftwerken
Sehr geehrter Herr …,
am 28.06.10 haben wir Ihnen einen Brief geschrieben, worin wir unsere Gedanken zum Atomausstieg dargelegt und Sie um eine Stellungnahme gebeten haben. Leider haben wir bis heute keine Antwort bekommen. Wir finden das sehr enttäuschend, denn es handelte sich nicht um ein Massenmailing, sondern um ein persönliches Schreiben, das Ihnen als Volksvertreter unser Anliegen ans Herz legen wollte. Wie wir am Beispiel Ihres Kollegen, Herrn MdB Wellenreuther, sehen, ist es auch einem vielbeschäftigten Abgeordneten möglich, auf ein solches Schreiben mit einem persönlichen, nicht standardisierten Brief zu antworten.
Wir möchten Sie höflich bitten, von den Schlussfolgerungen Kenntnis zu nehmen, die sich für uns als Wähler aus den ausbleibenden Antworten ergeben. Überall wird von der Politikverdrossenheit der Bürger gesprochen. Es gibt viele möglichen Ursachen.
Im Zusammenhang mit der Energiepolitik verfestigt sich seit langem unser Eindruck, dass in den Parlamenten persönliche Einsichten unwichtig sind und stattdessen entlang parteipolitisch vorgegeber Linien abgestimmt (”abnicken”) wird. Ebenso verfestigt sich der Eindruck, dass nur derjenige Gehör findet, der mit der entsprechenden Lobbymacht auftritt. Uns scheint seit vielen Jahren Politik für die Konzerne und nicht für die Bürger gemacht zu werden.
Zur Erinnerung wiederholen wir nochmals einen Absatz aus unserem vorigen Schreiben, verzichten aber auf eine Stellungnahme von Ihnen:
“Wir fordern Sie auf, der von der Bundesregierung geplanten Verlängerung der Atomkraftlaufzeiten nicht zuzustimmen. Treffen Sie Ihre Entscheidung aus dem Herzen und auf Grundlage des Grundgesetzes. Die Verlängerung des Betriebs der Atomkraftwerke schadet dem Gemeinwohl.”
Mit freundlichen Grüßen und nach wie vor atomkraftfreiem Strahlen
Tags: Kapitalismus, Kernkraft, Politik